Kurzzusammenfassung
- Auftraggeber
- Überwachungsstelle des Bundes für Barrierefreiheit von Informationstechnik (BFIT-Bund)
- Prüforganisation
- Materna Information & Communications SE
- Stadt
- Berlin
- Prüfart
- eingehende Überwachung
Unterstützung
barrieren-gutachten.de wird ehrenamtlich betrieben und finanziert sich über Steady-Mitgliedschaften von Menschen, die Barrierefreiheit voranbringen möchten. Wenn dir unsere Arbeit hilft oder du an unsere Mission glaubst, freuen wir uns über deinen Beitrag oder wenn du anderen Menschen davon erzählst.
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Gutachten
Zugänglichkeits-Analyse
Blindheit
Mit Hindernissen nutzbar
Screenreader-Nutzung ist durch fehlerhafte Name/Rolle/Wert-Zuordnung, unzureichende Struktur, Fokus- und Tastaturprobleme sowie unzureichend ausgezeichnete PDFs deutlich eingeschränkt, aber nicht vollständig verhindert.
Sehbehinderung
Kaum nutzbar
Geringe Nicht-Text-Kontraste, verschwindender Fokus und Probleme bei Zoom/Reflow machen zentrale Bedienvorgänge für sehbehinderte Menschen teils schwer oder nur mit großem Aufwand nutzbar.
Hörbehinderung
Fast barrierefrei
Es werden keine hörbezogenen Barrieren beschrieben, und die Nutzung scheint überwiegend visuell-textbasiert möglich.
Motorische Behinderung
Kaum nutzbar
Tastaturfalle bei der Pflicht-Checkbox, Fokus-Inkonsistenzen und schlecht erreichbare Menüs im Reflow beeinträchtigen die alleinige Tastaturbedienung stark.
Lernbehinderung
Mit Hindernissen nutzbar
Unklare Fehlerdarstellung, unzureichende Beschriftungen, identische Linktexte und teils verwirrende Fokusreihenfolgen erschweren Verständnis und Fehlerkorrektur.
Neurodivergenz
Mit Hindernissen nutzbar
Unklare Struktur, doppelte und springende Fokusreihenfolgen, inkonsistente Menüs und nicht stabile Tooltips können zu Überforderung und Orientierungsverlust führen.
Hinweis: Diese Einschätzung mit generativer KI basiert auf den Informationen aus diesem Gutachten. Künstliche Intelligenz kann Inhalte nicht automatisch barrierefrei machen oder Prüfungen durchführen. Behinderungen sind komplex und mehrschichtig, weshalb diese Analysen nicht zutreffen müssen.
Empfehlung
Beheben Sie die dokumentierten WCAG-Auffälligkeiten (fehlende Kennzeichnung von Eingabefeldern, Fokusindikatoren, Kontrastwerte, Tooltips, Fehlerhinweise, HTML-/ARIA-Struktur). Ergänzen Sie die Erklärung zur Barrierefreiheit, stellen Sie konforme Dokumente bereit und sichern Sie die Kontaktmechanismen, damit alle EN 301 549- und Zusatzanforderungen erfüllt sind.
| Kriterium | Status | Notizen |
|---|---|---|
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4.9.1.3.5 Eingabezweck bestimmen |
nicht bestanden | Formularelemente für personenbezogene Daten verfügen nicht über autocomplete-Attribute, so dass Eingabevorschläge für Nutzer fehlen. Kennzeichnen Sie die Felder eindeutig (autocomplete) und liefern Sie Hinweise zur Datenart. |
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4.9.1.4.4 Textgröße ändern |
nicht bestanden | Ab 200 % Browserzoom wechselt der Auftritt in die mobile Ansicht und der Fokus verschwindet an mehreren Elementen. Sorgen Sie dafür, dass der Fokus bei vergrößerter Schrift sichtbar bleibt und alle Bedienelemente erreichbar bleiben. |
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4.9.1.4.10 Automatischer Umbruch (Reflow) |
nicht bestanden | Im mobilen Layout findet Tastaturnutzer beim Öffnen des Menüs nicht sofort zu den Menüinhalten; stattdessen wird die Seite mehrfach durchlaufen. Strukturieren Sie den Menüaufbau so, dass Tastatur- und Screenreader-Nutzer die Menüpunkte direkt erreichen und der Fokus konsistent bleibt. |
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4.9.1.4.11 Nicht-Text-Kontrast |
nicht bestanden | Slider-Punkte und Formularfelder weisen Kontrastverhältnisse von 1,2:1 bis 2,6:1 auf, obwohl mindestens 3:1 gefordert sind. Erhöhen Sie die Kontraste (z. B. Farben, Umrandungen), damit fehlsichtige Nutzer die Bedienelemente erkennen. |
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4.9.1.4.13 Eingeblendeter Inhalt bei Darüberschweben (Hover) oder Fokus |
nicht bestanden | Tooltips verschließen sich beim Überfahren mit der Maus, lassen sich nicht per Escape schließen und erscheinen nicht über die Tastatur. Stellen Sie sicher, dass solche Inhalte stabil bleiben, per Escape oder Klick auf das auslösende Element schließbar sind und per Tastatur erreichbar sind. |
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4.9.2.1.1 Tastatur |
nicht bestanden | Die Checkbox zur Zustimmung der Datenschutzerklärung liegt nicht in der Tab-Reihenfolge, so dass motorisch Eingeschränkte sie nicht per Tastatur aktivieren können. Binden Sie das Element in die natürliche Tab-Reihenfolge ein oder bieten Sie eine alternative Tastatureingabe. |
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4.9.2.4.6 Überschriften und Beschriftungen (Labels) |
nicht bestanden | Unternavigationspunkte tragen identische Bezeichnungen, weshalb Screenreader-Nutzern eine Unterscheidung fehlt. Ergänzen Sie individuelle Beschriftungen (z. B. aria-label) oder differenzierte Texte, um die Orientierung zu verbessern. |
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4.9.2.4.7 Fokus sichtbar |
nicht bestanden | Der Fokus verschwindet zwischen den Bedienelementen; der zweite Fokuszustand besitzt einen Kontrast von nur 2,8:1. Stellen Sie sicher, dass Tastaturnutzer stets eine deutlich sichtbare Fokusmarkierung mit mindestens 3:1-Kontrast erhalten und doppelte Fokusereignisse vermeiden. |
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4.9.3.1.2 Sprache von Teilen |
nicht bestanden | Fremdsprachige Links im Inhaltsverzeichnis tragen kein lang-Attribut, sodass Screenreader evt. eine falsche Lautschrift wählen. Markieren Sie anderssprachige Ausdrücke mit dem passenden lang-Attribut. |
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4.9.3.3.1 Fehlerkennzeichnung |
nicht bestanden | Die Standardfehlermeldung des Browsers markiert nur einzelne Felder, verschwindet beim Verlassen des Feldes und listet nicht alle Fehler auf. Implementieren Sie eine eigene Fehlerbehandlung, die alle fehlerhaften Felder identifiziert, textlich beschreibt und dauerhaft sichtbar bleibt. |
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4.9.4.1.1 Syntaxanalyse |
nicht bestanden | Der HTML-Quelltext ist nicht durchgehend valide, wie der W3C-Checker zeigt. Korrigieren Sie die Syntaxfehler (verschachtelte Elemente, doppelte Attribute, ungültige IDs), damit Assistive Technologien den Inhalt zuverlässig interpretieren. |
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4.9.4.1.2 Name, Rolle, Wert |
nicht bestanden | Checkboxen (Allgemeine Anfragen) geben den Zustand nicht an, und die mobile Menü-Schaltfläche besitzt keine role-/aria-Attribute. Ergänzen Sie den zugänglichen Namen, die Rolle und den Zustand (z. B. aria-expanded) für interaktive Elemente. |
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4.14 Barrierefreiheit von Dokumenten |
nicht bestanden | Das PDF „Steuerdaten aus Dubai“ verweist der PAC3-Auswertung zufolge keine Auszeichnung von Überschriften oder Sprungmarken auf und erfüllt damit nicht PDF/UA. Erstellen Sie eine strukturierte PDF-Version mit Überschriften, Tags und metadata-konformer Struktur. |
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5.1 Erklärung zur Barrierefreiheit |
nicht bestanden | Die Erklärung ist zwar vorhanden, enthält jedoch keine explizite Auflistung der existierenden Barrieren und ist nicht eindeutig als solche gekennzeichnet. Ergänzen Sie eine barrierefreie Seite mit klarer Adresse, Liste der Barrieren und Hinweis auf barrierefreie Alternativen. |
| Kriterium | Status | Notizen |
|---|---|---|
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4.9.1.1.1.c Leere alt-Attribute für Layoutgrafiken |
im Wesentlichen bestanden | Dekorative Bannerbilder tragen einen nicht aussagekräftigen Alternativtext. Setzen Sie für rein dekorative Grafiken leere alt-Attribute, damit Screenreader nicht mit überflüssigen Informationen belastet werden. |
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4.9.1.3.1.a HTML-Strukturelemente für Überschriften |
im Wesentlichen bestanden | Das Menü inklusive Untermenüs wird mit mehreren Überschriften gekennzeichnet. Nehmen Sie eine klare Überschriftenstruktur (z. B. eine unsichtbare Überschrift für das Hauptmenü) vor, damit Screenreader-Nutzer den Aufbau besser erfassen können. |
|
4.9.1.3.1.d Inhalte gegliedert |
im Wesentlichen bestanden | Zur Hervorhebung bedeutsamer Texte wird das darstellungsbezogene <b>-Element verwendet. Nutzen Sie semantische Elemente wie <strong> oder <em>, damit Bedeutung auch über assistive Technologien vermittelt wird. |
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4.9.2.4.3 Fokus-Reihenfolge |
im Wesentlichen bestanden | Teaserelemente und Menüs erhalten den Fokus zweimal; nach dem aktiven Bereich springt der Fokus zum Schließen-Button. Optimieren Sie die Reihenfolge so, dass der Fokus die Bedeutung und Bedienbarkeit beibehält und nicht unnötig doppelt auftritt. |
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4.9.3.3.2 Beschriftungen (Labels) oder Anweisungen |
im Wesentlichen bestanden | Die Bedeutung des Sternchens bei Pflichtfeldern wird erst am Formularende erläutert. Platzieren Sie die Erklärung direkt am Anfang bzw. in unmittelbarer Nähe der Pflichtfelder, damit Nutzer sofort wissen, wofür das Symbol steht. |
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5.2 Feedback-Mechanismus (Erklärung zur Barrierefreiheit) |
im Wesentlichen bestanden | Elektronische Kontaktaufnahme ist möglich, aber die Anforderungen an die Verlinkung zu Betreiber und Schlichtungsstelle sollten vollständig dokumentiert sein. Stellen Sie sicher, dass E-Mail-Adressen zu beiden Stellen prominent verlinkt und leicht erreichbar bleiben. |
Überwachungsstelle des Bundes für Barrierefreiheit von Informationstechnik
Prüfung vom 26.04.2021
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