19.11.2025 · Casey Kreer · ca. 2 Min. Lesezeit

Top 10 digitale Barrieren 2025: Hier scheitern Bundes-Websites am häufigsten

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Unsere Auswertung von 918 Prüfberichten der Jahre 2021 bis 2024 zeigt: Bundes-Websites bleiben bei den immer gleichen Grundproblemen hängen. Im Spitzenjahr 2022 wurden im Schnitt 16,04 Barrieren pro Gutachten festgestellt, 2024 immer noch 14,82. Es geht dabei nicht um Detailfragen, sondern um Basics der digitalen Zugänglichkeit.

Die zehn am häufigsten dokumentierten Barrieren:

  • Informationen, Struktur und Beziehungen sind nicht identifizierbar – 710
  • Fokusreihenfolge ist nicht angemessen – 619
  • Nicht-Text-Inhalte besitzen keine Alternativtexte – 603
  • Name, Rolle und Wert sind nicht identifizierbar – 536
  • Tastaturfokus ist nicht sichtbar – 503
  • Kontrastabstand von Nicht-Text-Inhalten ist nicht ausreichend – 483
  • Sinnvolle Lesereihenfolge ist nicht gegeben – 468
  • Tastaturbedienbarkeit ist nicht gegeben – 456
  • Test mit der Prüfsoftware PAC für PDF-Dateien ergibt keine PDF/UA-Konformität – 436
  • Kontrastabstand von Text zu Hintergrund ist nicht ausreichend – 420

Fehlen klare Strukturen, sinnvolle Lesereihenfolgen und korrekte Rollen für Überschriften, Bereiche und Bedienelemente, zerfallen Seiten zum Beispiel für blinde Screenreader-Nutzer*innen oder für Personen mit motorischen Behinderungen in ein Chaos: Inhalte sind da, aber nicht auffindbar oder nicht logisch miteinander verbunden. Ein effektives Arbeiten ist damit unmöglich.

Probleme bei Fokusreihenfolge, sichtbarem Tastaturfokus und genereller Tastaturbedienbarkeit treffen alle, die nicht mit der Maus arbeiten können. Wenn der Fokus springt, unsichtbar ist oder zentrale Elemente gar nicht erreichbar sind, können Angebote möglicherweise gar nicht genutzt werden.

Fehlende Alternativtexte sowie zu geringe Kontraste bei Texten, Symbolen und Schaltflächen sorgen dafür, dass Inhalte für viele Menschen mit Sehbehinderungen kaum oder gar nicht wahrnehmbar sind.

Diese Häufung immer gleicher Barrieren zeigt: Es scheitert nicht an Spezialanforderungen, sondern an grundlegenden Hausaufgaben und an der Qualitätssicherung bei der Entwicklung.

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